Sony U-matic Recorder SP VO-9600 P

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Ich suche jemanden, der einen Sony U-matic-Player VP-7040 (Foto unten) reparieren kann …

Hier ein Link zu Informationen zum Gerät und der Produktbeschreibung von Sony.

Weitere Informationen zu diesem professionellen, analogen Videoformat bei Wikipedia

Nach jahrelanger Suche gefunden

Endlich habe ich einen Sony U-matic SP VO 9600 P Recorder gefunden. Ein Abspielgerät hätte mir ja zum Digitalisieren gereicht, aber es gibt offensichtlich keine mehr auf dem europäischen Markt.

Ich wollte gleich heute mit der Digitalisierung starten, aber ich musste noch ein Audiokabel bestellen. Das Gerät hat nämlich drei-polige HR5 beziehungsweise XLR-Audioausgänge, für die ich ein weibliches XLR auf RCA (Cinch-)Kabel benötige und gleich bei Amazon bestellt habe.

Betriebszeit der Kopftrommel anzeigen

Beim Kauf eines gebrauchten U-matic-Players oder Recorders ist es natürlich interessant zu erfahren, wie viel Betriebsstunden die Kopftrommel geleistet hat.

Hierzu stellt man den Wahlschalter “Programmed Operation” nach ganz oben und hält die Reset-Taste für mehr als 2 Sekunden gedrückt. Es wird dann die Zeit in 50-Stunden-Intervallen angezeigt, bei meinem alten Gerät sind es 150 Stunden. Bei dem neu erworbenen Recorder zeigte es null Stunden an, also under 50 Stunden Betriebszeit.

 

Foto: Mein altes Gerät zeigt 150 Betriebsstunden der vom Hersteller maximal angegebenen 1.000 Betriebsstunden der Kopftrommel an.

Mal zärtlich geruckelt

Der zu reparierende U-matic Player VP-7040 lässt sich anschalten und es leuchtet zunächst die gelbe Stand-By-Lampe und die rote Play-Lampe, die aber sofort wieder erlischt. Die sich im Kassettenschacht befindlich Kassette lässt sich nicht auswerfen.

Über kleinanzeigen.de habe ich jemanden für die Reparatur gesucht und dabei Boris kennengelernt, der mir folgenden Tipp gegeben hat: “Meistens klemmt bei den Dingern der Arm mit der Andruckrolle und blockiert den Ring, sodass er das Band nicht zurück in die Kassette bekommt und das Auswerfen verhindert. Ich würde mal den Deckel abnehmen und an dem Ärmchen zärtlich ruckeln. Auch mal nach dem Einschalten und im richtigen Moment. Vielleicht löst sich dann alles.”

Durch meine erste erfolgreiche Schrauberarbeit an unserem Youngtimer beflügelt, habe ich also den Rat befolgt, den Deckel abgeschraubt, die Platine hochgeklappt und hatte nun vollen Blick in diese beeindruckende Maschine.

Tja, wo denn jetzt zärtlich ruckeln?

Intuitiv habe ich wohl die richtigen Stellen gefunden, denn plötzlich funktionierte dieses als zuverlässig und robust bekannte U-matic-Gerät wieder.

Jetzt kann ich wieder mit der Digitalisierung der Low-Bänder zumindest weitermachen. Für die SP (Supreme Performance)-Bänder muss ich ja noch das entsprechende U-matic SP-Gerät finden.

Hier eine Aufnahme, als das Gerät wieder lief. Da sieht man auch schön, welche Teile sich bewegen und wo man zärtlich ruckeln könnte.

 

Leider habe ich mich zu früh gefreut, denn nach einigen Durchläufen mit verschiedenen Bändern trat der Fehler erneut auf, als ich bei einem Band Schnellvorlauf ausprobiert habe. Doch heute bin ich zu abgenervt, als dass ich mich nochmal an die Lockerung irgendwelcher Hebelchen und Ärmchen herantraue.
Der erneute Tipp des für mich wertvollen “kleinanzeigen.de”-Kontaktes, an dem Rädchen unterhalb des Ärmchens mit der Miniaturplatine zu drehen, brachte keinen Erfolg, denn das Plastikrädchen ließ sich keinen Millimeter bewegen. Nur das rechte Rädchen mit dem kleinen, schwarzen Gummi.
Am liebsten würde ich als frisch gebackener Youngtimer-Schrauber jetzt Caramba oder WD-40 da reinsprühen, aber das lasse ich mal lieber.

Dass ich das Teil gestern wieder zum Laufen bekommen habe, war wohl mehr Glück als Verstand.

 

 

 

Falls du einen funktionsfähigen U-Matic SP-Player abzugeben hast, kontaktiere mich bitte.

eMail

 

Einige wichtige U-matic-Fakten, zitiert aus Wikipedia:

von den Filmrettern

  • U-matic wurde um 1972 in Europa eingeführt und konkurrierte mit dem dort seit 1971 bereits eingeführten VCR-System von Grundig und Philips. U-matic bot eine bessere Qualität als die später erschienenen und für die reine Heimanwendung gedachten Formate VHS oder Betamax.
  • Beim 1986 von Sony eingeführten Standard U-matic SP, der auch wie bei Betacam SP eine Superior Performance bedeutet, wurde die Ton- und Bildqualität im Vergleich zu seinem Vorgänger erheblich verbessert.
  • Die Bandgeschwindigkeit ist im Vergleich zu S-VHS sehr viel höher (9,53 cm/s) und die Spur wesentlich breiter und länger. Zudem wird auch im Gegensatz zu dem S-VHS-Format keine überlappende Aufzeichnung angewendet, d. h. zwischen den einzelnen Videospuren eines Halbbildes ist immer noch etwas Platz (sogenannter „Rasen”), der das Übersprechen der Spuren untereinander verhindert. Damit ist eine aufwändige Signalverarbeitung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Signales nicht notwendig.
  • Aufnahmen auf U-matic SP können nur in SP-Geräten optimal abgespielt werden. In Low-Band-Geräten werden die Aufnahmen nur in schwarz-weiß wiedergegeben. In Hi-Band-Geräten erhält man nur Hi-Band-Auflösungen am Ausgang und – sofern bei der Aufnahme Dolby verwendet wurde – ein verfälschtes Tonsignal.
  • Der SP-Standard nutzt für eine bessere Tonqualität die Dolby-C-Rauschunterdrückung. Bei der Aufnahme kann es aktiviert werden; beim Abspielen wird es automatisch erkannt und der Dolbykreis zugeschaltet.
  • Nur die letzte Generation von Sony-U-matic SP-Geräten ist serienmäßig in der Lage, auch Low-Band-Material abzuspielen (nur Wiedergabe). Eine Ausnahme bietet nur ein spezieller Rekorder. Er trägt den Namen Sony VO-9600P und kann in allen drei U-matic-Standards (Low, High und SP) aufnehmen und wiedergeben. Nachtrag von mir: Der Buchstabe P hinter VO9000 steht für PAL. Nur dann handelt es sich um ein Gerät, dass die PAL-Norm verarbeiten kann. Fehlt das “P”, handelt es sich um ein US-Gerät, dass nur in der NTSC-Norm arbeiten kann (siehe Gerätebeschreibung)
  • Seit 2000 wird die einst angebotene Typenvielfalt an U-matic-Leerkassetten mangels Nachfrage immer weiter heruntergefahren.

 

Meine U-matic-Bänder

Das U-matic-Format, das 1971 von Sony entwickelt wurde, war viele Jahre lang der Standard für kommerzielle Videoproduktionen in Europa.

Die BRS-Serie eignet sich optimal für Nachbearbeitung, Vervielfältigung und den Einsatz in Unternehmen oder Bildungseinrichtungen.

Scotch 3M UCA 60 für Sony U-matic Lowband-Geräte

Scotch 3M MBR 60 für Sony U-matic Lowband-Geräte

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… wie man die Capstan-Sperre bei Sony-U-matic-Geräten löst

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… als Unterstützung für DIY

 

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