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autobiographischer Blog 🇩🇪 andi D.🎵
von Andi · Veröffentlicht · Aktualisiert
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Als Hund weiß man ja nicht, wann man Geburtstag hat.
Es interessiert einen als Hund ja eigentlich auch nicht wirklich. Man lebt von heute auf morgen und auch ein wenig in der Vergangenheit.
Manchmal träume ich nämlich von früheren Zeiten. Dann gebe ich wohl im Schlaf immer Geräusche von mir und zucke mit meinen Pfoten.
An die Zukunft denke ich als Hund nicht. Ich mache mir keine Sorgen, so wie ihr Menschen. Ich nehme jeden Tag, wie er kommt und freue mich auf die Highlights jedes Tages: Wenn ich raus kann, auf die Hundewiese.
Meine innere Uhr sagt mir auch immer, wann es so weit ist. Dann mache ich mich bemerkbar. Nicht mit Bellen, nein, ich gebe ganz bestimmte Geräusche von mir, die meinem Herrchen höflich aber bestimmt sagen: Es ist so weit. Wir wollen raus.
Aber einmal im Jahr erlebe ich immer eine seltsame Zeremonie:
Herrchen und Frauchen bauen sich vor mir auf und beginnen zu singen. Das machen sie ja sonst nie, also muss das ja ein ganz besonderer Tag sein.
Das spüre ich, so auch heute.
Herrchen singt sonst nie, denn er mag und kann das eigentlich gar nicht. Und Frauchen singt gut, aber fängt dann immer an zu Heulen.
So zeige ich beiden, wie sehr ich mich freue, indem ich um sie herum laufe, ganz doll und mit Körpereinsatz mit dem Schwanz wedele und den beiden die Wangen lecke, wenn sie sich zu mir herunterbeugen. Dann freuen wir uns alle drei.
Mensch, ist das ein schönes Gefühl.
Doch heute war es wohl ein besonderer Geburtstag, weil es mein dreizehnter war. Ich spüre es ja selbst, dass es vielleicht der letzte Geburtstag war, den wir gemeinsam gefeiert haben. Ich würde so gerne noch lange Zeit bei Herrchen und Frauchen bleiben, aber ich fühle körperlich auch, dass ich am Ende meines Lebens stehe und jeden einzelnen Tag als Geschenk ansehen muss.
Meine Menschen werden das wahrscheinlich auch wissen und deshalb fließen wohl manchmal Tränen bei ihnen.
Wie gerne würde ich für meine Menschen noch ganz lange Zeit da sein, aber es klafft eine große Lücke zwischen der Lebenszeit eines Hundes und der eines Menschen. Da hat jemand einen Riesenfehler gemacht.
Mensch, ist das blöd.
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Zu meinen Songs als "andi D."
Ich bin ein Kind der 50er und 60er. Ich habe eine sogenannte christlich-simultane und altsprachlich-humanistische Schul-Erziehung genossen, inklusive Ohrfeigen. Wir durften aber vorher die Brille absetzen (=christlich-simultan und humanistisch). Ich habe keine Familie mehr, keine echten, über Jahre gewachsene Freunde mehr und spüre inzwischen, wie sich Alterseinsamkeit anfühlt. 2018 habe ich diesen Blog begonnen, um eine Vereinsamung zu verhindern und vielleicht doch noch Menschen kennenzulernen, die so wie ich ticken. Diese Hoffnung habe ich inzwischen allerdings aufgegeben in dieser unruhigen und gefakten Zeit. Ich bin übrigens im Sternzeichen des Schützen geboren und seit 1980 mit Vera-Marleen verheiratet. Hier anklicken und du erfährst mehr über meinen Blog. Die Links zu Spotify + Co zu meinen AI generierten Songs als andi D. findest du über meinen Distributor Distrokid und hier einen Überblick über alle meine wichtigsten Links
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