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… oder: Einiges schiefgelaufen in meinem Leben

Ich als Kleinkind
Schon sofort nach der Geburt hat mir eine Hebamme den Po versohlt. Und sie muss einen derart festen Griff gehabt haben, dass noch bis zu meinem fünften oder sechsten Lebensjahr blaue Streifen von ihren Fingern an meinem Fußgelenk zu sehen waren.
Als Baby bin ich dann auch noch meinem Vater – als er auf mich aufpassen sollte – aus dem Kinderwagen gefallen. Das wurde mir später erzählt. Ja, so fing mein Leben schon an.
Als wir in Gummersbach lebten und ich drei Jahre oder so alt war, sind meine Eltern wohl abends mal ausgegangen und ließen mich in der Wohnung allein zurück. Ich entsinne mich, dass ich da schon laufen konnte und sehr durstig war, aber nirgendwo an Wasser herankam. Davon habe ich allerdings einen Knacks fürs Leben bekommen, denn bis heute habe ich Angst zu verdursten. Ich muss immer etwas zu Trinken in der Nähe haben, sonst werde ich nervös.
Also gleich zu Beginn meines Lebens ist schon einiges schiefgelaufen.
In einem sogenannten Verschickungskinderheim (Kinderkurheim) in Oberstdorf klatschte es regelmäßig im Schlafsaal, wenn die Erzieherinnen, von uns Kindern “Tanten” genannt, einen Jungen erwischten, der unter der Bettdecke mit der Taschenlampe gelesen hat. Sehen konnte man es nicht, da in dem Moment nur eine Notbeleuchtung an und es ziemlich dunkel war, aber das Geräusch war eindeutig das Klatschen einer Hand auf einen nackten Po. Einmal hat es auch mich erwischt. Das ging ganz schnell und die Erzieherin hatte offensichtlich Übung darin. Sie rollte mich auf den Bauch, zog die Schlafanzughose über die Pobacken und dann klatschte es ein paar mal. Fertig. So, als ob das die normalste Sache der Welt ist. Ich erinnere mich, dass mein Po brannte und ich eine Zeitlang auf dem Bauch liegen blieb. Was ich dabei empfunden habe, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
Ich wurde dadurch nicht traumatisiert. Allerdings fand ich seit meiner Pubertät klatschende Geräusche, von einer Frau verursacht, sehr aufregend und als Erwachsener dann sehr erotisch.
Im Kindergarten, in der Grundschule und bei meinen Schulfreunden ging’s dann weiter mit der Konfrontation zu Ohrfeigen und Schlägen mit der flachen Hand. Mehr bei anderen Kindern als bei mir, aber dennoch ist jede Ohrfeige in meinem Gedächtnis eingebrannt. Bis heute.
Warum das so ist, weiß ich bis dato nicht und es macht auch wenig Sinn, dies nun noch am Lebensende herauszufinden …
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