Solarpanel zur Batteriepflege

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Da ich zurzeit überwiegend nur Kurzstrecken fahre und keine Garage habe, war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit für die regelmäßige Batteriepflege durch Erhaltungsladung.

Auf meinem Voltmeter und Schnellladegerät am Zigarettenanzünder kann ich zwar auch die Batteriespannung ablesen, aber ich bin mir nicht sicher, wie zuverlässig die angezeigten Bordspannungswerte sind, denn trotz neuer Batterie (Dezember 2023) werden vor dem Umdrehen des Zündschlüssels immer Werte um die 11,7 Volt angezeigt.

Kraftpaket

Für Batteriepflege mit Netzstrom und Kontrolle ohne Strom habe ich mir das DINO Kraftpaket gekauft und bin sehr zufrieden damit. Nachdem ich ein SAE-Schnellverbindungskabel direkt an die Batterie unter der Rückbank angeschlossen habe und es somit hinten im Innenraum verfügbar ist, kann ich jederzeit bequem ohne Stromanschluss die Spannung ablesen, indem ich es mit der Schnellkupplung verbinde.

 

Zur Wartung benötigt das DINO Kraftpaket allerdings Strom, den ich in Autonähe leider nicht über die benötigten zehn, zwölf Stunden zur Verfügung habe.

Ich habe es aber an der alten 70 Ah-Batterie, die ich durch eine 100 Ah-Batterie ersetzt habe, mal ausprobiert.

Das Laden und das Erhaltungsladen bei 7 Grad im Gartenhaus hat über Nacht bestens geklappt.

Notfall

Für den Fall der Fälle, wenn sich die Batterie – aus welchen Gründen auch immer – entladen haben sollte, habe ich mir die mit 300 Gramm leichteste Starthilfe (und gleichzeitig Powerbank), die ich gefunden habe, zugelegt, da ich das Teil auch als Powerbank nutzen und im Rucksack bei mir haben will. Es ist die UTRAI-Starthilfe. Für mich in dieser Doppelnutzung perfekt!

 

Die Utrai-Starthilfe Powerbank im Vergleich zum Oldie-Smartphone One Plus One

Und ohne Strom?

Das einzige Gerät, das ich dafür gefunden habe und das Batterieerhaltung ohne Netzstrom erlaubt, war das CTEK CS Free, was mir allerdings mit um die 200 € einfach zu teuer erscheint.

Durch Zufall bin ich dann auf das Solarpanel von Eco-Worthy gestoßen.

Zunächst habe ich das Panel auf die zuschiebbare Verdunkelung der getönten und wohl UV-gefilterten Schiebedachscheibe gelegt und nach zwei Tagen Sonnenschein (März) war die grüne Leuchte immer noch an. Das bedeutet, dass die Batterie einen Ladezustand von 13,5 V angeblich nicht erreicht hat, denn wenn der “Akku vollständig geladen ist, blinkt es”, also blinkt die Anzeige am Solarpanel, so die Beschreibung.

Erhaltungsladung

In der Beschreibung steht: “Unterbrechen Sie den Ladevorgang bei 13,5 V und starten Sie ihn bei 13 V erneut, um ein Überladen zu vermeiden”. Ich dachte, dass der Ladevorgang dann automatisch unterbrochen wird. Das ist wohl nicht der Fall und wäre natürlich nicht so gut.

In der Produktbeschreibung bei Amazon steht wiederum: Das monokristalline 10W Solarpanel verwendet Erhaltungsladung, um die Batterie aufzuladen, ohne eine Überladung zu verursachen. Die eingebaute Sperrdiode verhindert das Rückwärtsladen ohne zusätzliche Wartung in der Nacht. Funktioniert auch an bewölkten Tagen. Als mattierte Oberfläche benötigt die Platte keinen Folienschutz mehr.”

Das würde bedeuten, dass eine Überladung ausgeschlossen ist. Die Kontrolllampe am Panel sollte dann blinken, wenn die Erhaltungsladung beendet ist, denke ich.

Zweiter Versuch

Der zweite Versuch war, das Panel auf die Armaturenabdeckung an der Frontscheibe (Winkel etwa 20 Grad) zu legen (Parken Richtung Süden). Man könnte es auch mit den Saugnäpfen an der Frontscheibe befestigen, aber das wiederholte Anbringen der Saugnäpfe verschmutzt die Scheibe und das möchte ich auf keinen Fall, zumindest nicht an der Frontscheibe.

Der Märztag hatte nur etwa 5 Stunden maximal Sonne und am Vortag hatte ich nur kurze Strecken mit drei Unterbrechungen und Neustarts. Am Abend dieses zweiten Versuchs meldete die Überwachungskamera, dass die 11,8 Volt Mindestspannung erreicht sind und die Kamera abschaltet, um die Batterie zu schonen. Da war ich etwas geschockt. Heute Mittag brannte die Lampe für Ladeaktivität am Panel und die Bordspannung vor Einschalten der Zündung war sowohl am Voltmeter als auch am Dino 11,7 Volt.

 

Ich werde mich weiter mit dem Thema beschäftigen und meine Erkenntnisse hier veröffentlichen.

Als Nächstes werde ich bei geeignetem Wetter das Solarpanel außen auf dem Dach angebracht testen. Das wird wohl nach meiner ersten Einschätzung die effektivste Methode sein. Das Panel ist ja auch wassergeschützt und dicht. Mit den Saugnäpfen dürfte es auch bei Windböen halten. Es kann ja ohnehin nur im geparkten Zustand genutzt werden.

Hier in Norddeutschland ist allerdings der Wind ein Problem. Die Saugnäpfe machen zudem nicht den Eindruck, dass sie gut halten. Sie am Panel anzubringen ist auch eine Herausforderung.

Hinter den UV-gefilterten und getönten Scheiben bringt das Solarpanel nach meinen bisherigen Erfahrungen schon etwas, denn ich erhalte keine Meldungen mehr, dass die Kamera wegen Erreichen der Mindestspannung abgestellt wird, wenn das Panel an sonnigen oder wechselhaft sonnigen Tagen angeschlossen ist. Ich schließe es grundsätzlich an, auch wenn Regen vorausgesagt wird. Ich habe mich nämlich schon oft geärgert, das nicht getan zu haben und dann kam nach dem Regen doch die Sonne, gerade hier an der Küste.

Links

Amazon-Partnerlink zum Panel

Leitfaden für Solarpanels

 

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