Stayin’ Alive

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©David-Molina, shutterstock

Könntest du ein Leben retten?

Wenn du mit einer ohnmächtigen Person konfrontiert würdest, wüsstest du im Stress der Situation, wie genau du dich verhalten solltest und wie eine Herzdruckmassage funktioniert?

Ganz ehrlich, ich wäre vor kurzer Zeit noch unsicher gewesen, was genau zu tun ist. Erst durch meine dreißig Ohnmachten (Synkopen), die ich hinter mir habe, habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt. Glücklicherweise bin ich immer nur im Bett oder auf der Couch ohnmächtig geworden, und das auch “nur” für ein paar Sekunden. Dadurch habe ich keine Verletzungen durch Stürze erleiden müssen. Aber eine Ohnmacht ist ein Gefühl, das man nicht mehr vergisst. Wenn man ein paar Sekunden vorher spürt, wie die Ohnmacht kommt, das Rauschen im Kopf und man kann nichts dagegen tun, die Ohnmacht zu verhindern.

Die Angst, dass keiner hilft

Auch wenn ich jetzt seit einem guten halben Jahr wohl durch meine Medikamente keine Ohnmacht mehr hatte, bleibt das Gefühl der Angst vor einem plötzlichen Herzstillstand und das Gefühl, dass in der heutigen Zeit keiner helfen wird oder helfen kann.

Die meisten befürchten, etwas falsch machen zu können, Rippen zu brechen. Aber das ist doch besser, als dass der Mensch stirbt.

Nur jeder Dritte traut sich, im Ernstfall eine Herzdruckmassage durchzuführen – und dies, obwohl pro Minute ohne Herzdruckmassage die Überlebenschance um rund zehn Prozent sinkt. Nach zehn Minuten ohne Wiederbelebungsversuche ist der Mensch in der Regel tot. Ein Krankenwagen braucht aber meist acht bis zehn Minuten, um zum Unfallort zu gelangen.

 

 

So kannst du Leben retten:

Sprich die Person an und prüfe, ob sie atmet.

Wenn die Person bewusstlos ist, nicht atmet oder nicht normal atmet, setze sofort einen Notruf an 112 ab oder bitte eine andere Person, dies zu tun.

Beginne jetzt sofort mit der Herzdruckmassage, denn jede Minute zählt!

Drücke mit beiden Händen senkrecht auf den Brustkorb – 6 cm tief und zwei mal pro Sekunde (100 – 120 mal pro Minute) – im Beat, Rhythmus des Bee Gees-Songs Stayin’ Alive.

Du kannst auch so zählen: ein und … DRÜCKEN – zwanzig … DRÜCKEN, zwei und … DRÜCKEN – zwanzig … DRÜCKEN …

Nach 30 mal Drücken, Nase der bewusstlosen Person zuhalten und 2 mal in den Mund blasen, sodass sich der Brustkorb hebt. Fortsetzen, bis der Notarzt kommt oder die Person wieder atmet. Immer 30 mal drücken und 2 mal beatmen.

Wichtig ist auch, den Kopf der bewusstlosen Person nach hinten zu überstrecken, damit die Luftwege frei sind!

 

 

Die Herzdruckmassage bringt zwar das Herz des Patienten nicht wieder zum Schlagen, aber sie verhilft zur Aufrechterhaltung eines Mindest-Kreislaufs, der das im Körper vorhandene Blut ins Gehirn transportiert. Wer sich die Mund-zu-Mund-Beatmung nicht zutraut oder dem das zu “unhygienisch” ist, kann auch allein durch die Herzdruckmassage Leben retten, indem er die Zirkulation des Blutes aufrechterhält, bis der Notarzt kommt.

Wenn man alleine ist, Ruhe bewahren, erst Notruf über 112 abgeben und danach konzentriert mit der Herzdruckmassage beginnen.

Nach dem Rhythmus, Beat von Stayin’ Alive

 

Links:

Plötzlicher Herztod: Erste Kennzeichen

Plötzlicher Herztod: Unerwartet und tragisch

DRK: Herz-Lungen-Wiederbelebung

Wikipedia: Wiederbelebung

Wize Life: Jeder Fünfte hat Angst, Erste Hilfe zu leisten

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